Treppengeländer aus Holz

Treppengeländer (auch als Geländer, Steiggeländer, Podestgeländer, Umwehrung oder Brüstung bezeichnet) dienen allgemeinen zum einen als Absturzsicherung und Schutzeinrichtung, zum anderen als Geh-Hilfe, Personenführungs-Element und einem damit verbundenen Komfort.

Treppengeländer werden zum einen an Treppenläufen und Treppenpodesten in und an Gebäuden, Balkonen, Dachgärten, Treppen, bei Fenstern mit weniger als 80 cm Brüstungs-Höhe oder auch bei raumhohen Glasfassaden installiert.

Darüber hinaus findet man Treppengeländer aller Art bei allen innerhalb und außerhalb von Bauwerken im üblichen Gebrauch zugänglichen absturzgefährdeten Stellen, wie z.B. an und auf Laderampen, Brücken, Böschungen, Fahrzeugen, Schiffen, LKWs, Industrieanlagen und Maschinen, Aussichtstürmen, Gerüsten, anderen Absturzkanten wie z.B. befestigten Gewässer-Ufern, Aufzugskabinen, Hebebühnen u.v.m..

Treppengeländer werden aus Holz, Stahl, Kunststoff, Beton, Glas und weiteren Materialien hergestellt. Im Weiteren bestehen Geländer aus einer Umwehrung, welche regelmäßig mit entsprechenden Füllelementen, Pfosten, sogenannten Stehern, Geländerstäben und einem oberen Abschluss (oftmals als Handlauf) konstruiert ist. Hierbei kann man unter festen Geländern und solchen, welche sich entsprechen zum Auf- und Wiederabbau demontieren lassen, unterscheiden.

In ihrer Konstruktion und Ausführung unterliegen Treppengeländer genau festgelegten Sicherheitsnormen. Dies betrifft zum einen die jeweilige Höhe eines Geländers als auch alle weiteren Faktoren und Maße, wie zum Beispiel die Standsicherheit, Geländer-Stabilität oder die Abstände von Geländer-Stäben. Insbesondere muss die Standsicherheit von Treppengeländern durch entsprechende statische Berechnungen bzw. durch eine Zulassung nachgewiesen werden. Für Glas-Geländer-Teile bzw. Ganzglas-Geländer gelten dazu noch die besonderen technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen. Letztendlich sind die konkreten Regelungen jedoch je nach Bundesland nicht immer einheitlich, daher ist es ratsam, sich vor einer geplanten Geländer-Konstruktion eingehend zu informieren.

Speziell bei Treppen sind Treppen-Geländer bei mehr als 3 Stufen vorgeschrieben und müssen mindestens 90 cm hoch sein. In Arbeitsstätten bzw. Produktionsräumen werden mind. 100 cm, bei Absturzhöhen von mehr als 12 m werden in der Regel mindestens 110 cm Geländer-Höhe gefordert. Wenn sich Kinder im Haus befinden, sollten die Geländer so gestaltet sein, dass ein Überklettern (Leitereffekt) erschwert bzw. sogar unmöglich wird. Daher sind Füllstabgeländer immer wieder den sogenannten Knieleistengeländern vorzuziehen. Hierbei darf der Abstand bzw. Raum zwischen den Füllstaben nicht mehr als 12 cm (für Kindergärten und -Tagesstätten gilt 8,9cm) betragen. Neben dem Füllstabgeländer und Knieleistengeländer gibt es insbesondere im Treppenbau noch zahlreiche weitere Geländer-Arten wie z.B. Stahlrohrgeländer, Stahlseilgeländer, Lamellengeländer oder Glasgeländer.

Hinsichtlich der Treppengeländer-Befestigung ergeben sich an den Anschlusspunkten sehr hohe Kräfte, weshalb Treppengeländer sowohl an den Treppen-Stufen und Treppen–Wangen, insbesondere aber auch an Treppen-Podesten und Deckenrändern dauerhaft und ausreichend befestigt sein müssen.
Nach den Landesbauordnungen muss jedes Treppengeländer die Horizontalkräfte aus dem jeweiligen Personenverkehr aufnehmen können. In Ein- und Zweifamilienhäusern gelten hierbei - von der Geländer-Oberkante gemessen - mind. 50 kg pro laufenden Meter Geländer, bei anderen Gebäuden mind. 100 kg. Muss ein Geländer besondere Beanspruchungen erfüllen, können diese auch noch höher liegen.

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