Laminatstufen bei Treppen

Als Laminatstufen (auch HPL- oder CPL- Stufen bzw. High-Pressure-Laminate oder Continuous-Pressed-Laminate genannt) werden Treppenstufen bezeichnet, welche aus mehreren Schichten (lat. Lamina = Schicht) verklebt sind.

Meist werden jedoch Treppenstufen als Laminatstufen bezeichnet, bei welchen ein kostengünstiger Kern aus Holzwerkstoff mit einer bedruckten Deckschicht verklebt wird. Diese kann aus einem Holz- oder Steinimitat oder auch sonstigem Dekor bestehen.

Derartige Treppenstufen (bzw. Laminatstufen) bestehen in ihrem Inneren in der Regel aus Holzwerkstoffen wie z.B. Spanplatten oder ähnlichem Material. Die Deckfläche der Laminatstufen besteht meist aus mehreren Schichten kunstharzgetränkter Papiere mit einer darüber liegenden Dekorfolie und einer Lackschicht aus Melaminharz. Diese Deckschicht wird auch als „Overlay“ bezeichnet.

In der Treppenrenovierung werden Laminatstufen oftmals als preiswerter Ersatz für Massivholz verwendet, da die Holzoberflächen durch die besondere Strukturprägung oder Fotodruck täuschend nachgeahmt werden können und sich so optisch kaum von einer Massivholz-Treppe unterscheiden. Darüber hinaus können Laminate bzw. Laminatstufen mit einer hohen Nutzungsklasse ähnlich leicht wie Küchenarbeitsplatten gepflegt werden.

Selbstverständlich gibt es auch beim Einsatz solcher Laminatstufen entsprechende Richtlinien zu beachten: so dürfen sie nur dann für statisch beanspruchte Treppenteile eingesetzt werden, wenn ihre Eignung für das jeweilige Treppensystem aufgrund einer europäischen technischen Zulassung nachgewiesen wird. Die Oberfläche von Laminatstufen ist somit immer auch dann für Treppenstufen geeignet, wenn das Laminat mit einer hohen Widerstandsfähigkeit verwendet wird. Alle Verklebungen müssen feuchtigkeits- und wärmebeständig sein. Sämtliche Stufenkanten sind mit einem widerstandsfähigen Kunststoffband zu umleimen.

Wenn man bei einer Treppenrenovierung und dem Einsatz von Laminatstufen einige Dinge berücksichtigt, sollte man auch lange eine ungetrübte Freude an seiner renovierten Treppe haben. So sollte man auch bei stärkerer Beanspruchung die Treppe immer so pfleglich wie möglich behandeln. Ähnlich wie bei einem Laminatparkett kann nämlich bei einer Beschädigung der Oberfläche oder dem Verschleiß der Laminatstufen-Kante nach und nach der Kern sichtbar werden.

Ein gutes Laminat ist zwar stumpfen Schlägen relativ gut gewachsen, bei spitzen Beschädigungen verhält es sich aber ähnlich wie Hartholz. Auch sind bei einem Laminat entsprechende Ausbesserungs-Arbeiten nicht so unauffällig und unproblematisch wie bei Massivholz, für welches es bewährte Renovierungsverfahren gibt.
Darüber hinaus kann zwischen dem Stufenkern und der Kunststoffkante bzw. der Laminatschicht an den Verklebungsfugen von außen Feuchtigkeit eindringen. Damit kann es im Spanplattenkern zur Quellung kommen.

Letztendlich müssen noch die schalltechnischen Eigenschaften von Laminatstufen bedacht werden, da die relativ harte Oberfläche einer Laminatstufe natürlich wie allgemein beim Laminat enzsprechende Geräusche verursacht und so z.B. beim Begehen „klappert“.

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