Nutzungssicherheit bei Treppen

Die Nutzungssicherheit von Treppen und Geländern (auch Gehsicherheit, Trittsicherheit, Benutzungssicherheit genannt) ist eine wichtige Grundlage jeder Baukonstruktion.

Als eine der wesentlichen bzw. gestiegenen Anforderungen der Europäischen Bauproduktenrichtlinie an Bauwerke und Bauelemente wurde der Begriff der Nutzungssicherheit gerade in der jüngeren Zeit erst populär. Viele Landesbauordnungen haben den Begriff der Nutzungssicherheit und die damit verbundenen Richtlinien für eine europaweit identische Beurteilung der Eigenschaften von Bauprodukten, der Arbeitssicherheit in Betrieben u.a. mit besonderem Anspruch an die Rutschsicherheit von Verkehrsbereichen übernommen.

Insbesondere ist in den Bauordnungen über die sichere Ausführung von Bauten von vornherein festgelegt, dass Anlagen so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten sind, dass die öffentliche Sicherheit, insbesondere Leben, Gesundheit etc. nicht gefährdet werden.
Beispielsweise müssen Treppen als erster Rettungsweg im Brandfall, je nach Art der Gebäude, in Bezug auf Brandschutz und Benutzung eine bestimmte Ausstattung vorweisen.

Letztendlich legen die Bauordnungen und Normen jedoch nur Grenzmaße für Treppen und Geländer fest. So ist z.B. festgelegt, wie hoch Treppensteigungen in unterschiedlichen Bauten sein dürfen, wie tief der Auftritt zu sein hat, wie breit die Treppe oder wie hoch das Geländer sein darf etc..

Damit sieht der Gesetzgeber die Mindestvoraussetzungen für den durchschnittlichen Benutzer und die geforderte Fürsorge für die Sicherheit und der Interessen des Gemeinwohls“ erfüllt. Was die speziellen Anforderungen an besonders nutzungssichere Treppen angeht, sollten jedoch individuell die bestmöglichen Voraussetzungen geschaffen werden.

Allgemein ist für die Nutzungssicherheit von Treppen ein bequemes Steigungsverhältnis ein stabiler und griffgerechter Handlauf und eine gute Beleuchtung der gesamten Treppenanlage wichtig. Des Weiteren ist auch eine sicher begehbare Grundrissform der Treppe bzw. bei gewendelten Treppen eine harmonische Verzierung der Stufen von Bedeutung.

Die Baugesetze und Normen gewährleisten zwar die vom Gesetzgeber geforderten Sicherheitsinteressen der Menschen, legen aber nur entsprechende Mindestvoraussetzungen fest. Oftmals sind eben die allgemeinen Normen allein nicht ausreichend, wenn es um die Planung besonders nutzungssicherer Treppen und Treppenhäuser geht. Dazu müssen auch regelmäßig bereits im Vorfeld die genauen Bedürfnisse und speziellen Anforderung genau einkalkuliert werden.

Daraus lassen sich folgende wichtige Grundsätze für die Nutzungssicherheit von Treppen ableiten:

  1. Bequeme Treppensteigung mit einem ausreichenden bzw. bequemen Schrittmaß - insbesondere mit Rücksicht auf ältere Menschen
  2. Trittsichere Ausbildung von Treppen-Stufen und Treppenpodesten - siehe Rutschfestigkeit, Stufenvorderkante, Treppenantrittsstufe
  3. Gute Treppenbeleuchtung der gesamten Treppenanlage
  4. Auswahl benutzungssicherer Grundrissformen - siehe auch Treppenpodest
  5. Griffsichere und stabile Handläufe am Treppen-Geländer
  6. Gegenstände auf und im Bereich der Treppe: beispielsweise gehören Blumentöpfe oder anderweitiger Raumschmuck nicht in Verkehrsbereiche einer Treppe. Diese stellen immer wieder eine erhebliche Unfall-Gefahr dar.
  7. Treppenhausfenster sollten so installiert werden, dass diese bequem von der Treppe oder einem Treppen-Podest aus verschließbar und möglichst ohne größere Hilfsmittel sicher zu reinigen sind.

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