Geländer-Befestigung bei Treppen

Da ein Geländer regelmäßig auch als Absturzsicherung dient, müssen beim Bau hinsichtlich der Geländer-Befestigung bzw. Geländer-Verankerung diverse Vorschriften beachtet werden. Unter anderem spielt hierbei auch der Ort des Geländer-Baus eine besondere Rolle.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Menschen verunglücken, weil Geländer aus Ihren Verankerungen reißen oder Bauteile brechen. Die Ursache hierfür ist oftmals in einer zu schwach dimensionierten Konstruktion und unsachgemäßen Geländer-Befestigung zu sehen.

Grundsätzlich muss bei allen Geländern der feste Halt, welcher durch die Anbringung bzw. Befestigung von Geländer-Pfosten an Wänden oder Böden gewährleistet wird, ausreichend vorhanden sein. Da aus der Geländer-Befestigung bzw. aus dem Geländer am Deckenrand heraus sehr hohe Kräfte entstehen können (welche entsprechend aufgefangen werden müssen), darf in der Regel nur mit bauaufsichtlich zugelassenen Ankern, speziellen Verankerungsschienen oder Ankerbeschlägen gearbeitet werden.

Jede Geländer-Befestigung sollte mit Bedacht ausgewählt sein. Zuerst muss natürlich immer wieder der Sicherheitsaspekt beachtet werden: jedes Geländer muss so sicher befestigt sein, dass es nicht zu gefährlichen Unfällen kommt. Letztendlich sollten die Halterungen jeder Geländer-Befestigung aber auch - schon rein optisch gesehen - immer zum entsprechenden Geländer bzw. auch der gesamten Raum-Situation passen.

Bei einer ordnungsgemäßen Geländer-Befestigung muss sowohl auf Treppen-Stufen als auch auf Treppen-Podesten sowie Deckenrändern unbedingt darauf geachtet werden, dass die Verankerungen nur am Tragwerk stattfinden. Des Weiteren müssen die vorschriftsmäßigen Randabstände der Anker-Befestigung eingehalten werden.

Prinzipiell haben Treppen-Geländer regelmäßig einen Handlauf sowie die sogenannten Ober- und Untergurte aufzuweisen. Diese können wiederum durch verschiedene Elemente (Füllungen) verbunden werden. Bei der Anordnung der Verbindungsstäbe besteht oftmals ein individueller Gestaltungsspielraum.

Bei der Geländer-Befestigung spielt insbesondere die Standsicherheit des Geländers eine "tragende" Rolle. Diese ist in der DIN 1055 genau festgelegt. Danach wird eine Belastung von mind. 500 N, das entspricht 50 kg pro laufenden Meter Geländer, gefordert. Diese Kraft ist waagrecht, von innen gegen den Handlauf wirkend, anzusetzen. Weiterhin muss unter Umständen eine sogenannte Windsogbelastung von 500 N (welche von innen auf halber Geländer-Höhe gegen eine evtl. geschlossene Geländer-Füllung gemessen wird), hinzugerechnet werden. Oftmals wird diese Belastung schon dann erreicht, wenn sich beispielsweise zwei Personen gegen ein Geländer lehnen. Je nach möglicher Menschen-Ansammlung werden diese Belastungsgrenzen nach oben ausgelegt.

Durch die Vielzahl spezieller Normen und Vorschriften und vor allem auch wegen den Ausschluss möglicher Unfälle ist es ratsam bzw. vielmehr sogar notwendig, sich bei der Installation und Befestigung von Geländern einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Sofern es im Speziellen um die Installation Ihres Treppen-Geländers geht, steht Ihnen das Team der HK-Treppenrenovierung jederzeit - wie immer - mit Rat und Tat zur Seite.

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