Durchgangsbreite bei Treppen

Als Durchgangsbreite bzw. lichte Durchgangsbreite wird an sich das Maß bei Türen bzw. bei Fluren und Durchgängen, teilweise aber immer noch für das nutzbare Maß zwischen der Wand oder dem Handlauf und dem gegenüberliegendem Geländer einer Treppe bezeichnet. Dabei müssen solche Verkehrs- und Bewegungsflächen für Personen so bemessen werden, die je nach Situation den größten Flächenbedarf haben. Diese Verkehrs- und Bewegungsflächen können sich überlagern.

Den größten Flächenbedarf haben Rollstuhlfahrer mit einem Wendekreis von ca. 1,50 m und Personen mit Gehhilfen wie z.b. Armstützen mit 0,90 m x 0,70 m, Menschen mit einem Rollator benötigen immerhin auch mind. 1,20 m x 1,20 m. Die Bewegungsflächen im Begegnungsfall zweier Rollstuhlfahrer beträgt mindestens 180 cm x 180 cm.
Durchgangsbreiten und lichte Türbreiten für Rollstuhlfahrer betragen mindestens 90 cm.

Der jeweilige Platzbedarf für Bewegungsflächen (auch ohne Richtungsänderung) ist in der DIN 18040-1 geregelt.

Diese schon sehr knapp bemessenen Bewegungsflächen dürfen dann nicht weiter z.B. durch Mauervorsprünge, Rohrleitungen, Feuerlöscher, Handläufe, Briefkästen, Telefonsprechanlagen, Vitrinen, Schränke eingeschränkt werden.

Wie gesagt: früher wurde der Begriff der Durchgangsbreite auch für das nutzbare Maß zwischen der Wand oder dem Handlauf und dem gegenüberliegendem Geländer einer Treppe auch bei Treppensystemen verwendet. Heute spricht man aber eher von der nutzbaren Treppenlaufbreite.

Dabei wird das Maß der Treppenlaufbreite unmittelbar über der Stufe zwischen den Wangen gemessen. Dieses Maß ist allerdings nicht mit der nutzbaren Treppenlaufbreite gleichzusetzen. Die nutzbare Treppenlaufbreite wird wiederum in Höhe des Handlaufes zwischen der Oberfläche der Treppenhauswand und der Innenkante des Handlaufes oder zwischen den Handläufen gemessen.

In Wohnhäusern mit bis zu zwei Wohnungen muss die nutzbare Treppenlaufbreite im Minimum 80 bis 90 cm betragen. Bei Wohnhäusern mit mehr als zwei Wohnungen muss die nutzbare Treppenlaufbreite z.b. in Berlin min. 1 m und in Hamburg min. 1,10 m betragen. In Hochhäusern beträgt die nutzbare Treppenlaufbreite min. 1,25 m, in Schulen, Krankenhäusern und Theatern gilt eine nutzbare Treppenlaufbreite von min. 1,20 m.

Allerdings gibt es noch weitere Verordnungen (wie z.b. für Versammlungsstätten, Geschäftshäuser, Garagenkomplexe etc.), welche je nach Anzahl der diese Treppen als Rettungsweg nutzenden Personen eine mind. nutzbare Treppenlaufbreite festlegen. Alle baurechtlich nicht notwendigen Treppen müssen eine nutzbare Treppenlaufbreite von mind. 0,5 m vorweisen.

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