Handlauf / Treppenhandlauf

Unter einem Handlauf (auch Treppenhandlauf genannt) versteht man ein meist profiliertes Festhalte- und Führungs-Element, welches zum An- oder Festhalten bei der Nutzung von Treppen, Rampen, Podesten oder Ähnlichem gedacht ist.

Ein Handlauf ist in der Regel als Geh-Hilfe und Führungselement am oberen Bereich des Treppengeländers oder an der Wand bzw. Treppenspindel in Griffhöhe (80 bis 115 cm) angebracht. Der Seitenabstand eines Treppenhandlaufes muss mindestens 5 cm zur Wand, zum Rand des Treppenloches, oder auch dem (höheren) Geländer betragen.

Prinzipiell ist ein Handlauf bei Treppen mit über vier Stufen vorgeschrieben. Ein Handlauf kann auch je nach Bauordnungsrecht der Länder schon bei einer geringeren Stufenzahl gefordert sein. Ein Handlauf sollte in Abwärtsrichtung gesehen immer an der rechten Treppenseite angebracht werden. Wenn die Stufenbreite einer Treppe mehr als 1,50 m beträgt, muss eine Treppe auf beiden Seiten mit Handläufen ausgerüstet sein.

In der Regel werden Handläufe in Form von Stangen, Schienen oder Leisten ausgeführt. Gängige Materialien hierzu sind Holz, Metall, Holzwerkstoffe oder Kunststoff.

Hinsichtlich der speziellen gesetzlichen Anforderungen ist in der Regel in Treppen-Häusern bzw. Treppen generell ein fester Handlauf vorgeschrieben. Handläufe z.B. aus Seil sind hierzu unzulässig und sollten nur als besonderer Blickfang dienen.

Ein Handlauf sollte möglichst rund sein und eine Stärke von 20 bis 50 mm haben. Er sollte durchlaufend und idealerweise jeweils über die erste und letzte Treppenstufe hinaus geführt werden. Auch hierzu gibt es je nach Material spezielle Vorschriften. Die Höhe von Handläufen ist idealerweise auch mit der Geländer-Höhe identisch. Diese darf jedoch nicht über 115 cm Höhe liegen, da ein solches Treppengeländer sonst einen gesonderten, tiefer liegenden Handlauf benötigt.

Handläufe können - z.B. als besonderer Blickfang - mit einer integrierten Beleuchtung versehen werden. Bei Handläufen in barrierefreien Bereichen sorgen spezielle Zusatzausstattungen mit taktilen Orientierungselementen für eine einfachere Nutzung.

Bei den Handlauf-Übergängen bzw. Handlauf–Ecken ist bei allgemeinen Treppen in Gebäuden regelmäßig eine durchgehende Führung erforderlich. In Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. innerhalb von Wohnungen sind bei den Treppen-Handläufen auch Unterbrechungen (min. 5 bis max. 20 cm Abstand) möglich. Der ankommende Handlauf darf dabei nicht höher als der weiterführende Handlauf liegen, der weiterführende Handlauf muss max. um 20 cm höhenversetzt weitergeführt werden.

Hin und wieder ist ein Handlauf auch als Zwischenhandlauf (bei sehr breiten Treppen zur Teilung eines Treppenlaufes) antreffen. In der Regel ist dies ab einer Treppen-Breite von 4 Metern erforderlich.

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